Oberlinrede

Persönlichkeiten beziehen Positionen zu aktuellen Themen in der Oberlinkirche

Einmal im Jahr – traditionell um den Reformationstag am 31. Oktober – laden wir Unterstützer unseres Hauses zur Oberlinrede ein. Seit 2012 kommen geladene Gäste in der Oberlinkriche zusammen, wenn Persönlichkeiten aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben sowie aus Politik und Wirtschaft vor der Kanzel Position zu bestimmten aktuellen Themen beziehen. Diese können in Bezug zum Oberlinhaus und aktuellen Geschehen stehen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Dialog und des gedanklichen Austausches mit dem Redner oder der Rednerin – und natürlich der anwesenden Gäste untereinander. Ziel ist es, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke aufzubauen. Zudem möchten wir auf gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam machen.

Den Anfang machte 2012 Matthias Platzeck, damals Ministerpräsident des Landes Brandenburg. Seither haben uns zahlreiche Persönlichkeiten mit Ihrem Redebeitrag unterstützt. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2017.

Oberlinrede 2025

Wolfgang Ischinger über Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die Oberlinrede 2025 hielt am gestrigen Abend Prof. Dr. h.c. Wolfgang Ischinger, der langjährige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, vor rund 120 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kirche und Zivilgesellschaft in der Oberlinkirche. 

In seinem Vortrag "Wege in der Gefahr: Konflikte und Frieden im 21. Jahrhundert" skizzierte Ischinger – einer der profiliertesten deutschen Diplomaten und langjährige Botschafter sowie EU- und OSZE-Vermittler – Ansätze für Deeskalation, Stabilität und internationale Kooperation. 

Im Gespräch mit Dr. Matthias Fichtmüller vertiefte er diese Fragen vor dem Hintergrund einer angespannten weltpolitischen Lage. Anschließend kamen die Gäste in der Oberlinschule zusammen, um den Abend bei einem Empfang ausklingen zu lassen, der kulinarisch von Auszubildenden des Berufsbildungswerks gestaltet wurde.

Ich stehe hier und kann nicht anders!

Martin Luther, Augustinermönch, Theologieprofessor – und Reformator

In Anlehnung an dieses Luther-Zitat, entstand im Oberlinhaus 2012 die Idee der Oberlinrede. Als Martin Luther diese Worte dem Kaiser auf dem Reichstag in Worms 1521 entgegenhielt, ahnte er noch nicht, wie die Entstehung der reformatorischen Kirche das Gesicht der Welt verändern würde. Es war die Klarheit seiner Position, die den Reformer bestimmte und schließlich diesen Satz in die Geschichtsbücher brachte.

Ihre Ansprechpartnerin

Stefanie Hahn

Spendenbetreuung